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Geotrails

Der Geologie auf der Spur

Spitze und gerundete, glatte und rauhe, graue, blaue und rote Steine und Felsen erzählen in den Karnischen Alpen von den Wundern dieser Erde. Die Natur hat im Gailtal ein Bilderbuch der Erdgeschichte geschrieben, die hier fast 500 Millionen Jahre zurückreicht. Die Zeugnisse der Vergangenheit sind zu Stein geworden - Sie finden diese entlang der Geotrails.


Geotrail - Garnitzenklamm


Ungezähmte Kraft des Wassers: Seit Tausenden von Jahren und immerfort arbeitet es sich durch Geröll und Fels, über Schiefer und Kalkgestein. Einmal in einem U-förmigen Graben, dann wieder in einer steilwandigen Klamm wie mit einem Messer geschnitten! Der Weg des klaren Quellwassers ist aber kein Irrweg, sondern folgt bestimmten Vorzeichen. Die Wanderung führt bis zu seinem Ursprung, der hoch oben bei der Garnitzenalm liegt.

Anreise: Hermagor - Möderndorf - Straße zur Egger Alm - 1. Kehre: Parkplatz
Route: Parkplatz (612 m) - Ida Warte - Franzens Warte - Unterstand - Klause (1107 m).
Länge: Rund 6 km (eine Strecke). Dauer: 4 Stunden mit Rückweg
Alternativen für den Weitermarsch: Entweder über die Garnitzenalm zum Nassfeld (ca. 3 Stunden) oder über Kühweger Alm und Kühweger Sattel zum Nassfeld (ca. 2 Stunden).

Beschreibung Geotrail Garnitzenklamm (Download als PDF)


Geotrail - Nassfeld


In der Geologie ist der Begriff „Nassfeld“ gleichbedeutend mit „Steinkohlen-Zeit“ oder reichem Vorkommen von tierischen und pflanzlichen Fossilien. Etwa in der halben Höhe zwischen Gailtal und Nassfeld liegen steinkohlenzeitliche und jüngere Ablagerungen auf jenen aus dem Erdaltertum. Auffallend sind ihre fast horizontal
geschichteten Gesteine, etwa am Auernig an der Staatsgrenze, oder Schicht um Schicht in der Reppwand bis hinauf zum Gipfel des Gartnerkofels - dem jüngsten,
aber auch noch rund 220 Millionen Jahre alten Dolomitgestein in dieser Gegend.

Anreise: Tröpolach - Nassfeldstraße - Parkplatz Watschiger Alm.
Route: Watschiger Alm (1625 m) - Kühweger Törl (1914 m) - Kammleiten (1998 m) - Bergstation Gartnerkofel-Sessellift (1960 m) - Bergstation Gartnerkofel Gondelbahn (1904 m) - Garnitzenberg (1940 m) - Auernig (1863 m) - Watschiger Alm.
Länge: Rund 5 km. Dauer: 4 - 5 Stunden.

Beschreibung Geotrail Nassfeld (Download als PDF)


Geotrail - Wolayersee


In der Umgebung des Wolayersees finden sich die ältesten Gesteine des gesamten Alpenbogens, die mit freiem Auge erkennbare Fossilien enthalten. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Kalkwände zwischen der Hohen Warte, der Seewarte und dem Seekopf, die in der Devon-Zeit - zwischen rund 415 und 360 Millionen Jahren vor heute - in einem flachen Meer gebildet wurden, sowie die Ablagerungen auf den Südabhängen des Rauchkofels. In diesen, ebenfalls am Meeresboden entstandenen Gesteinen finden sich neben anderen Zeugnissen von viele Millionen Jahre zurückliegenden Lebens auf der Erde die Vorläufer der heutigen Tintenfische, die riesigen „Orthoceren“ oder Geradhörner.

Anreise: Birnbaum - Nostra - Parkplatz Hubertuskapelle (1114 m).
Route I: Zu Fuß auf dem Fahrweg über Unt. und Ob. Wolayeralm - Wolayerseehütte (1967 m).
Länge: ca. 6,5 km. Dauer: ca. 3h.

Anreise: Von der Plöckenstraße auf dem Südalpen-Weg 03: Parkplatz Ghf.
Route II
: Valentinalm (1205 m) - Ob. Valentinalm (1540 m) - Valentintörl (2138 m).
Länge: ca. 5,5 km. Dauer: ca. 2,5h.

Beschreibung Geotrail Wolayersee (Download als PDF)



Geotrail - Zollnersee


Rund um den Zollnersee kommen neben Gesteinsablagerungen aus dem älteren Erdaltertum auch solche aus dem jüngeren Erdaltertum vor. Die ersten bilden quasi den Keller, die letzteren bauen das Obergeschoß auf. Wir erfahren Näheres über die
Alpenentstehung, den ewigen Kampf zwischen Land und Meer, das Werden und Vergehen in der Natur - und das vor rund 300 Millionen Jahren.

Anreise - Variante I: Dellach - Weidenburg - Gratzhof - Dellacher Alm - Rösserhütte - Parkplatz Zollnersee-Hütte.

Anreise - Variante II: Stranig - Straniger Alm - Parkplatz Waidegger Alm.
Karnischer Höhenweg 403.

Länge ca. 5 km. Dauer: 1,5 Stunden.

Beschreibung Geotrail Zollnersee (Download als PDF)