Brauchtum & Kultur

Gepflegte Tradition

Die Pflege der Tradition und der ländlichen Kultur bedeutet mehr als nur bloße Brauchtumspflege – es bedeutet vor allem einen rücksichtsvollen Umgang miteinander. Insbesondere die Trachtenkapelle „Alpenland“ Matschiedl sowie der Frauenchor Vorderberg, der MGV Tratten, das Quintett Karnitzen, die Burschenschaften und die sechs Feuerwehren pflegen das überlieferte Kulturgut.

Zu den wichtigsten traditionellen Festen in der Gemeinde zählen die Kirchtage mit dem berühmten Kufenstechen. Dabei versuchen unverheiratete Burschen in „fliegendem“ Ritt – auf einem ungesattelten Pferd sitzend – mit einem Eisenschlägel ein auf einem Pfosten befindliches Holzfass zu zertrümmern. Derjenige, der das letzte Holzstück vom Fass herunterschlägt, bekommt das begehrte „Kranzl“ – einen mit Blumen bestückten Reif.  Die Mädchen andererseits stehen mit ihren in mühevoller Handarbeit geschneiderten Gailtaler Trachten im Mittelpunkt und sind der Blickfang des Tages. Nach einem spannenden Reitwettbewerb folgt der Lindentanz, bei dem die unverheirateten Burschen und Mädchen Walzer und Polka tanzen. Am Abend gibt es Live-Musik und Tanzunterhaltung für Jung und Alt.

Ein weiterer brauchtümlicher Höhepunkt im Jahreslauf ist das Dreikönigssingen „Kaleda“, bei dem in der Nacht vom 5. auf den 6. Jänner die „Heiligen Drei Könige“ sowie ein Sternträger gemeinsam mit Burschen und Männern von Haus zu Haus ziehen und altehrwürdige slowenische Dreikönigslieder anstimmen.